Krebstherapie

Folgende Therapien erarbeiten wir mit Ihnen und führen diese direkt bei uns im Hause durch:



Instillationstherapie mit Mitomycin bei Blasenkrebs:

Oberflächliche Tumore der Blasenwand können in der Regel sehr gut auch oberflächlich durch eine Operation über die Harnröhre (TUR-Blase) entfernt werden. Die aufwendige und belastende komplette Entfernung der Blase und Aufbau eines neuen Reservoirssystems als Ersatz für die Blase ist dann in den meisten Fällen nicht erforderlich. Leider neigen die Blasentumore dazu an der gleichen oder anderer Stelle erneut Blasentumore zu entwickeln (Rezidiv), welche dann erneut operiert werden müssen. Um hier vorzubeugen können mit relativ wenig Aufwand Medikamente in die Blase eingespült werden (intravesikale Instillation) die in der Regel gut vertagen werden, da diese aus der Blase im Normalfall nicht in den Körper gelangen und somit auch nur selten Nebenwirkungen auslösen.

Durchführung der Blaseninstillation mit Mitomycin:

Es wird ein dünner Katheter nach örtlicher Betäubung der Harnröhre (betäubendes Gel wird in die Harnröhre appliziert) eingeführt. Über diesen Katheter wird das in Flüssigkeit aufgelöste Medikament in die Blase eingespült. Der Katheter wird sofort wieder entfernt. Die ganze Prozedur dauert nur wenige Minuten. Das Medikament sollte dann über 2 Stunden in der Blase verbleiben.

Folgendes ist zu beachten:

  • Es sollte vor der Behandlung wenig getrunken werden. Andernfalls wird die Blase, die zum Teil schon mit dem Medikament etwas gefüllt wurde, zu schnell wieder voll laufen. In der Folge ist es nicht möglich die zwei Stunden bis zum nächsten Toilettengang einzuhalten. Ein zu frühes Wasserlassen reduziert die Wirkung des Medikamentes.
  • Beim Toilettengang nach der Instillation sollte die Blase im Sitzen entleert werden. So kann vermieden werden, dass Medikament mit dem Urin verspritzt wird.
  • Die Hände sollten anschließend gründlich gewaschen werden. Möglicherweise bestand Hautkontakt mit dem Medikament .
  • Nach dem Toilettengang sollte wieder viel Flüssigkeit aufgenommen werden, damit die Blase ausgespült wird.
  • Ein Geschlechtsverkehr sollte für 3 Monate nach der Behandlung nur geschützt erfolgen.

Anwendungsdauer:

Über 8 Wochen wird einmal pro Woche Mitomycin eingespült. Vorausgesetzt ist, dass das Medikament gut vertragen wurde. In Abhängigkeit vom Verlauf der Erkrankungen werden weitere Instillationen, dann in monatlichen Abständen empfohlen.

Kontrollen:

In der Regel sollten alle 3 Monate Kontrolluntersuchung meist mit einer Blasenspiegelung (Zystoskopie) und Untersuchung des Urins auf Krebszellen (Urinzytologische Untersuchungen) durchgeführt werden. Es wird Ihnen hierfür ein Nachsorgeschema mit entsprechenden Zeitintervallen vorgeschlagen.

In diesen Situationen ist eine Instillationstherapie zu vermeiden:

  • Vorliegen einer Blasenentzündung
  • Unverträglichkeit des Mitomycins in der Vergangenheit
  • Schwangerschaft oder Stillzeit

Nebenwirkungen der Instillationstherapie:

Es kann gelegentlich zu Blasenentzündungen kommen. Die hierfür typischen Beschwerden sind häufiger Harndrang und Wasserlassen, Beschwerden in der Blasengegend und Brennen in der Harnröhre. Seltener kann es zu einer Hoden/Nebenhodenentzündung kommen. In diesen Fällen werden übliche Behandlungsverfahren eingeleitet. Allergische Reaktionen auf das Medikament Mitomycin sind sehr selten. Diese können sich über Hautreaktionen zeigen. In diesem Fall muss die Therapie abgebrochen werden.



Instillationstherapie mit BCG bei Blasenkrebs:

Oberflächliche Tumore der Blasenwand können in der Regel sehr gut auch oberflächlich durch eine Operation über die Harnröhre (TUR-Blase) entfernt werden. Die aufwendige und belastende komplette Entfernung der Blase und Aufbau eines neuen Reservoirssystems ist dann in den meisten Fällen nicht erforderlich. Leider neigen die Blasentumore dazu an der gleichen oder anderer Stelle erneut Blasentumore zu entwickeln (Rezidiv), welche dann erneut operiert werden müssen. Um hier vorzubeugen können sog. Immuntherapien durchgeführt werden. Immuntherapeutika sind Substanzen, die Abwehzellen des Körpers dazu anregen den Blasentumor abzuwehren. Gegen einen Blasentumor kann diese Reaktion durch spezielle Aufbereitung von Tuberkelbakterien erreicht werden (Bacillus-Calmette-Guerin = BCG). Diese Bakterien lösen eine örtliche Entzündung in der Blase aus. Diese Entzündungsreaktion ist eine wichtige Voraussetzung für die Wirkung der Behandlung. Denn jetzt erst können die durch die Entzündung provzierte Abwehrreaktionen auch die ggf. vorhandenen Blasenkrebszellen mit zerstören.

Durchführung der Blaseninstillation mit BCG:

Es wird ein dünner Katheter nach örtlicher Betäubung der Harnröhre (betäubendes Gel wird in die Harnröhre appliziert) eingeführt. Über diesen Katheter wird das in Flüssigkeit aufgelöste Medikament in die Blase eingespült. Der Katheter wird sofort wieder entfernt. Die ganze Prozedur dauert nur wenige Minuten. Das Medikament sollte dann über 2 Stunden in der Blase verbleiben.

Folgendes ist zu beachten:

  • Es sollte vor der Behandlung wenig getrunken werden. Andernfalls wird die Blase, die zum Teil schon mit dem Medikament etwas gefüllt wurde, zu schnell wieder voll laufen. In der Folge ist es nicht möglich die zwei Stunden bis zum nächsten Toilettengang einzuhalten. Ein zu frühes Wasserlassen reduziert die Wirkung des Medikamentes.
  • Beim Toilettengang nach der Instillation sollte die Blase im Sitzen entleert werden. So kann vermieden werden, dass Medikament mit dem Urin verspritzt wird.
  • Die Hände sollten anschließend gründlich gewaschen werden. Möglicherweise bestand Hautkontakt mit dem Medikament .
  • Nach dem Toilettengang sollte wieder viel Flüssigkeit aufgenommen werden, damit die Blase ausgespült wird.
  • Geschlechtsverkehr sollte für 1 Woche nach der Behandlung unterbleiben.

Anwendungsdauer:

Über 6 Wochen wird einmal pro Woche BCG eingespült. Vorausgesetzt ist, dass die Behandlung gut vertragen wurde. In Abhängigkeit vom Verlauf der Erkrankungen können weitere Instillationen, dann alle 3 bzw. alle 5 Monate empfehlenswert sein.

Kontrollen:

In der Regel sollten alle 3 Monate Kontrolluntersuchung meist mit einer Blasenspiegelung (Zystoskopie) und Untersuchung des Urins auf Krebszellen (Urinzytologische Untersuchungen) durchgeführt werden. Es wird Ihnen hierfür ein Nachsorgeschema mit entsprechenden Zeitintervallen vorgeschlagen.

In diesen Situationen ist eine Instillationstherapie zu vermeiden:

  • Vorliegen einer Tuberkuloseerkrankung
  • bei Vorliegen einer Erkrankung des Immunsystems bzw. einer Immunschwäche (z.B. bei HIV Posititivtät)
  • Bei gleichzeitiger Behandlung mit immunsupprimierenden Stoffen (z.B. Chemotherapie, Medikamente zur Vermeidung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantation, Kortisontherapie)
  • Schwangerschaft oder Stillzeit

Nebenwirkungen der Instillationstherapie:

  • Die BCG Therapie löst gewollt eine Blasenentzündungen aus. Die hierfür typischen Beschwerden sind häufiger Harndrang und Wasserlassen, Beschwerden in der Blasengegend und Brennen in der Harnröhre. Auch Blutbeimengungen im Urin können in Einzelfällen auftreten. Seltener kann es zu einer Prostata aber auch Hoden/Nebenhodenentzündung kommen. In diesen Fällen ist eine sofortige Vorstellung beim Arzt erforderlich.
  • Es können Allergien gegen die BCG-Therapie und den Bestandteilen der Spüllösung kommen. auftreten. Dieses kann die Beendigung der der BCG-Therapie erforderlich machen. Zeichen der Allergie können Hautrötungen, Gelenkschmerzen oder Gelgenkentzündungen sein.
  • Bei fieberhafte Temperaturen über 38,5 °C (Messung im Mastdarm), schwere Krankheitssymptome oder Organbeschwerden länger als 48 Stunden, ist eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig. Bei dieser seltenen Komplikation kann es zu einem Eindringen der BCG-Bakterien in die Blutbahn gekommen sein, und es kann eine Therapie mit tuberkulostatischen Antibiotika erforderlich werden.
Für andere Tumorarten erarbeiten wir Ihre Lösung mit unseren Ärzten. Für die Durchführung der Therapien kooperieren wir mit nahen Krankenhäusern, da die Einnahme der Wirkstoffe aufgrund ihrer Toxizität, ambulant nicht gestattet ist.

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